Direkt zum Inhalt

Adelsjagd als Landplage

Archivale des Monats März
Montag, 2. März 2026 - 09:15

Adelsjagd als Landplage (LAVNRW W: Archivale des Monats März)

Das frühneuzeitliche Jagdprivileg lokaler Adelsfamilien schädigte in mehrfacher Hinsicht die ländliche Bevölkerung: Bauern durften nicht jagen und konnten sich so kaum gegen Ernteverluste durch Wildschäden wehren, zumal bei Wilderei drakonische Strafen drohten. Umgekehrt unterlagen sie oft der Jagdfron, mussten also bei den Jagden des Adels zeitaufwändige Hilfsdienste leisten. Schließlich konnten Treibjagden erhebliche Verwüstungen auf Feldern und Wiesen hinterlassen. 

Vor diesem Hintergrund kam den Grenzen solcher Jagdbezirke hohe Bedeutung zu. Die Karte entstand 1750 im Zuge eines Prozesses, den bereits 1651 Melchior Dietrich von Büren zu Mengede wegen Beschneidung seiner Jagdrechte durch die Stadt Dortmund angestrengt hatte. Zu sehen ist das rot umrandete Gebiet der Grafschaft Dortmund mit den darin liegenden bzw. angrenzenden Dörfern und Adelssitzen, darunter Haus Mengede in der linken Hälfte.

LAVNRW W, W 051/ Kartensammlung A, Nr. 22218.

WEITERE NEUIGKEITEN IM SCHNELLÜBERBLICK Übersicht öffnenÜbersicht schließen