manheim zwischen mittelalter und moderne
Kerpen liegt mitten im Rheinischen Revier und hat Anteile am Süd-, am Mittleren und am Westrevier. Nur in den Kerpener Stadtteilen lässt sich die Entwicklung des Rheinischen Reviers seit 350 Jahren nachvollziehen - von den ersten Nachweisen im 17. Jahrhundert bis zum Ende im Jahr 2030. Seit Generationen leben die Kerpener Familien mit und vom Braunkohlentagebau, haben wirtschaftlich sehr davon profitiert, aber ebenfalls sehr darunter gelitten.
Die Heimatfreunde Stadt Kerpen e.V. haben die Umsiedlung Manheims und den einhergehenden Strukturwandel nicht nur mit Ausstellungen, Publikationen und Vorträgen, sondern auch mit weiteren Projekten begleitet.
Seit Anfang August 2022 realisieren sie mit Hilfe des LVR-Amts für Bodendenkmalpflege im Rheinland und einer Grabungsfirma flächige archäologische Ausgrabungen im Bereich des Kerpener Ortsteils Manheim und am ehemaligen Hof Bochheim, in deren Rahmen eine ebenso seltene wie symbolträchtige Barbarastatuette gefunden wurde. Das Projekt der Heimatfreunde Stadt Kerpen e.V. wird vom NRW-Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Digitalisierung im Rahmen der Förderschiene „Heimatzeugnis" und dem Stadtarchiv Kerpen unterstützt.
Die Ergebnisse dieser Projekte werden vom 21.11.2025 bis 11.03.2027 im Kerpener Haus für Kunst und Geschichte (Stiftsstraße 8, 50171 Kerpen) präsentiert.