Gladbeck: Städtische IT stattet Forschungslesesaal des Stadtarchivs mit neuen Kiosk-Computern, Ultrawide-Monitoren und freiem WLAN aus
Monday, 23. March 2026 - 10:25Dass die NRW-Kommunalarchive ihr gesamtes Archivgut in Form von Digitalisaten online verfügbar machen, ist wohl der Wunschtraum eines jeden Besuchers dieses Portals. Der Archivbesuch vor Ort würde in den meisten Fällen entfallen, da sich die Recherche, Bestellung und Bereitstellung zu 100 % ortsunabhängig über den digitalen Lesesaal abwickeln ließe; ein Zustand, der so weder aus rechtlichen noch wirtschaftlichen Gründen eintreten wird.
Weil der „klassische“ Forschungslesesaal in den Stadtarchiven an Rhein und Ruhr heutzutage vieles ist, aber bestimmt kein Auslaufmodell, wurde im Archiv der Stadt Gladbeck zuletzt verstärkt in diesen Funktionsbereich, dem Herzstück eines jeden Archivs, investiert.
Über den Austausch eines veralteten Filmlesegerätes durch ein modernes Scansystem wurde hier bereits im vergangenen Jahr informiert. Mit dem neuen Mikrofilmscanner delta+ Advanced der Firma Zeutschel ist es dem Nutzer seither möglich, zuverlässig und in hoher Qualität alle Mikroformen am ersten Kiosk-Computer im Lesesaal abzuspielen. Vor allem die kostenfreie Herstellung von Digitalkopien und deren Ausgabe im Dateiformat der Wahl wird mit großem Zuspruch angenommen.
Ab sofort stehen dem Nutzer für die Servicebereiche „Historisches Archiv“ und „Bauakteneinsicht“ zwei zusätzliche Terminals zur Verfügung.
Die von der städtischen IT bereitgestellten und zuvor erfolgreich in der Stadtbücherei Gladbeck getesteten Systeme funktionieren aus Sicherheitsgründen in ausschließlich streng abgeschirmter Umgebung. Wer also zukünftig vom elektronischen Lesesaalarbeitsplatz auf eine Internetseite zugreifen möchte, die nicht über den Schnellzugriff erreichbar bzw. freigeschaltet ist (Infothek), wird dafür sein mobiles Endgerät, Smartphone, Tablet, Notebook, in den Lesesaal mitbringen müssen. Dafür kann dem Nutzer ab sofort ein kostenloser WLAN-Zugang angeboten werden.
Zur Verbesserung des digitalen Nutzerbereichs des Stadtarchivs Gladbeck tragen auch die komfortablen Curved-Monitore bei, über die jeder der insgesamt drei elektronischen Lesesaalarbeitsplätze verfügt. Ob im Ansichtsmodus von (georeferenzierten) Luftbildaufnahmen, der Volltextrecherche in alten Gladbecker Tageszeitungsausgaben oder dem Parallellesen in historischen Dokumenten, Büchern, Datenbanken oder Themenportalen: die ultrabreiten Monitore werden dem Nutzer die Forschungsarbeiten vor Ort spürbar erleichtern.
Weitere Entwicklungsschritte in der Erweiterung des digitalen Nutzungsangebots des Stadtarchivs Gladbeck werden im Bereich der Online-Stellung des Buchbestandes zu erwarten sein. Die an den Lesesaal angeschlossene Handbibliothek wird derzeit für die Titel ab dem Erscheinungsjahr 2000 von Präsenz- auf Ausleihbestand umgestellt. Die Einführung des digitalen Lesesaals befindet sich in Vorbereitung.